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Mitteilungsblatt Höchberg

HÖCHERG

Chormusik auf Weltniveau

Vor kurzem sangen sie noch bei Altbundeskanzler Gerhard Schröder in Hannover, am 20. Dezember vor ausverkauftem Haus im Kaiserdom in Frankfurt. Der St. Petersburger Knabenchor machte zwischendrin Station in Höchberg und gab ein begeisterndes Konzert in der Pfarrkirche Mariä Geburt. Es war ein besonderer Abend mit einer unverwechselbaren Atmosphäre, das wurde schnell klar. In der gut gefüllten Kirche gaben die jungen Sänger aus dem Weltklassechor ihr Bestes, um die Zuhörer zu unterhalten. Schon der Einzug im Dunkeln, nur beleuchtet durch kleine Lichter in den Händen der Sänger, sorgte für Gänsehaut. Als dann die Beleuchtung im Chorraum nach dem ersten Lied wieder anging und Dirigent Wadim Ptscholkin seinen Chor präsentierte brandete erster Beifall auf. Der steigerte sich im Laufe des Konzertes, denn mit jedem Lied wurde deutlich, welch großartige Stimmen jeder der knapp 40 Jungen besitzt.
Der Chor war 1992 von Ptscholkin, selbst ein ausgezeichneter Konzertpianist und ausgebildeter Dirigent, als Sozialprodukt gegründet. Er wollte Waisen und armen Kindern eine Perspektive bieten und sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Mittlerweile ist die Chorschule auf über 400 Kinder und Jugendliche angewachsen. Er gestaltet mehr als 50 Auftritte pro Jahr. Die Jungen proben 3-4 Mal pro Woche, neue Programme werden überwiegend im Juni im sogenannten Sommerchorlager einstudiert. Das umfangreiche Repertoire enthält weltliche und kirchliche Werke, der unterschiedlichsten künstlerischen Richtungen und zeitlichen Epochen. Das hohe professionelle Niveau des Knabenchors, verdanken wir unserem begeisterten und hoch qualifizierten Lehrerteam, so Ptscholkin.
Der Chor hatte schon Konzertauftritte in Holland, Schweiz, Frankreich, Italien und Österreich. Darüber hinaus tritt der St. Petersburger Knabenchor auch in den größten Städten Deutschlands mit seinem Weihnachtenprogramm auf. Mehrfach wurde der Knabenchor anerkennend ausgezeichnet und belobigt. Und das mit vollem Recht, wie man beim Konzert in Höchberg erleben konnte. Bestens ausgebildete Stimmen verbunden zu einem runden Ganzen, da saß jeder Ton. Selbst die Soli wurden perfekt vorgetragen und die Diskantstimmen in Verbindung mit gereiften Altstimmen überzeugten vollkommen.